Die Zerschlagung des Musikalischen, seine Zerstückelung durch eine immerwährende Percussion (Drums & Co.), hat in der populären Musik der Gegenwart eine Rückführung in das Einfältige und bloß Rhythmische bewirkt, die in gewissen Gattungen primitiven Sprechgesangs ultimativen Ausdruck findet. Dementgegen bringe ich Perkussives – von der Bass-Pauke bis zu den diversen Xylophonen, Triangeln, Zimbeln usw. – gern in das Melodische mit ein, wo sie, integrierend statt zerlegend, den harmonischen Ablauf mit konstituieren. Ich denke, das könnte als legitimer Anspruch moderner Klassik gelten. |
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Es wundert nicht, daß derart verdichtete Perkussivität Gewittriges suggeriert. Auch dieses zweite Beispiel ist so einem Zyklus entnommen, den ich "Konzert für Wolken und Orchester" genannt habe. |
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Schwerer tut sich mit der Digitalisierung die menschliche Stimme. Kleinste aufgenommene Spracheinheiten, sog. Phoneme, lassen sich schlechter "disziplinieren" als Klangeinheiten von Instrumenten (Samples). Dennoch wagte ich eine weibliche Stimme für mein Lied "Das Land", eine Vertonung für Sopran und Streicher, von J. W. Goethes "Lied der Mignon". |
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Daß ich "dunklere" Musik liebe, ist wohl schon klar. Allmähliches Scheiden eines ersten Lichtstrahls aus nächtlichen Tümpeln streitbar tiefschürfender Vielstimmigkeit ist der Entfaltungsgang meiner Tonsetzung. Und es bleibt ungewiß, ob das dramatische Aufkeimen es zum lichten Tag jubelnder Apotheose bringt, oder ob es, kaum von einem ersten Lichtstrahl beschienen, erneut abstürzt und brach zum Erliegen kommt als matter Klang eines zermürbten Violoncellos. |
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Das heißt natürlich nicht, daß es bei mir nicht auch richtig Grelles, gar solches am Rande des Harmonischen gibt. Und falls Sie Kopfhörer tragen, geben Sie acht; dies hier beginnt ziemlich laut und ist... |
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... nicht zu vergleichen mit dem Abschnitt etwa hier! |
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Doch zum (vorläufigen) Schluß lassen wir es besser wieder etwas rumoren. |
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